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Max Buskohl

1988, an einem düsteren 18. November, wird Max Buskohl im Martin Luther Krankenhaus Berlin geboren. Vier Jahre später zieht es Familie Buskohl nach Lanzarote, wo Max die folgenden acht Jahre fast ausschließlich mit seiner Mutter und Schwester aufwächst.

2000 müssen Mutter, Schwester und Max jedoch zurück nach Berlin – von der warmen Insel in die kalte Großsstadt.

Es braucht nicht lang, bis die weißblonden Haare schwarz gefärbt und die Hosen nicht mehr schwimmtauglich, sondern tiefsitzend und weit sind. Die Hawaiihemden werde gegen Bandmerchandise getauscht und die Musik ist nicht mehr heiter, sondern laut und zerstörerisch.

Kurz darauf gründet Max seine erste Noise-Metal Band „Animus“, mit der es sogar gelang, den „John F. Kennedy School sucht den Superstar“-Schulwettbewerb zu gewinnen!

2003 geht es für Max nach Irland aufs „Sutton Park School“-Internat. Hier wird die Metalfahne wieder etwas tiefer gehisst und eine neue musikalische Ära bricht für den inzwischen 14 Jährigen an. Max entdeckt die 70er und irische Singer-Songwriter für sich. Zum ersten Mal beschäftigte er sich intensiv mit dem Songwriting an der Akustikgitarre.

Für das von renommierten Regisseuren geleitete Schulmusical „Fiddler On The Roof“ (Anatevka) schlüpft Max außerdem in seine erste Theaterrolle und wird dabei sogar von einem Orchester begleitet.

Es ist Ende 2004. Nach einigen Eklats in diversen Bereichen des Schulwesens ist Max gezwungen, die Schule zu verlassen. Es geht zurück nach Berlin, doch auch hier ist es schwierig, eine Schule zu finden, die ihn wieder aufnimmt. Wäre da nicht diese liebe, kleine, indische Frau, die, nachdem Max wieder einen Eignungstest versemmelt, die Schulleitung davon überzeugt, dass es ihre moralische Pflicht ist, diesem jungen Mann, der seit über acht Wochen erfolglos eine Schule sucht, eine Chance zu geben.

Zurückversetzt um ein Jahr nimmt ihn die Nelson Mandela Schule schließlich an, er lebt sich schnell ein und gründet bereis im November 2005, zusammen mit Per Jacob Blut, Anton Spieker, Julius Murke und Stefan Kull, seine Band „Empty Trash“.

Nach der Trennung von Anton nimmt die Band im Februar 2006 ihre ersten vier Songs in Eigenregie auf und steht im Juni auf dem Emergenza Nord-Ost-Finale.

Etwas unglücklich belegen sie hinter den Gewinnern „Lament“ den zweiten Platz.

Im Herbst 2006 muss Bassist Julius Murke für kurze Zeit nach Amerika und wird durch Nico ersetzt, der nach Julius Rückkehr weiter als Gitarrist in der Band bleibt.

Es ist Ende 2006, als sich Max bei „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) bewirbt.

Die Schule erfolgreich abgebrochen, kommt er unter die letzten Drei, steigt zur Freude und Enttäuschung Vieler aber freiwillig, noch vor dem Finale aus. Das hatte er sich alles anders vorgestellt!

Aus dem Probe-Schulkeller geht es, mit Tim Schultheiss, dem neuen Gitarristen, direkt auf eine fast restlos ausverkaufte Tour, quer durch die Republik.

2007 wird mit der EMI ein Bandübernahmevertrag abgeschlossen, und im Gagastudio (Hamburg) richten sich Empty Trash für die Aufnahmen des ersten Albums ein. Im November 2007 erscheint das Debut-Album „Confession“, die Band trennt sich jedoch von Drummer Per Jacob Blu. Mit Neuzugang Jörn Schwarzburger geht es im Winter wieder auf Tour.

2008 nehmen Emty Trash „Garden Of Growing Hearts“, den Titeltrack für den Kinohit „Die Welle“, auf, bevor sich Stefan Kull, kurz vor der anstehenden Frühlingstour, von der Band trennt. Auch Tim Schultheiss gibt bekannt, dass er sich nach der Tour verabschieden wird.

Ergänzt durch Philipp Stüber als neuer Gitarrero geht es nun also zu viert weiter, und die Band ist im Januar 2009 im Oskar Roehler-Film „Lulu & Jimi“ zu sehen.

Hierfür nimmt Max mit Pascal Kravetz, Julien Kravetz und Carl Carlton eine Version des Johnny Burnett-Klassikers „Train Kept a Rollin“ auf (Original von Tiny Bradshaw).

Ende 2009 wirkt Max, in musikalischer Begleitung von Ringo Starr, bei dem für einen Grammy nominierten Album von Klaus Voormann, „A Sideman’s Jounrey“, als Sänger des Songs „You’re Sixteen“ mit.

Es sind zwei Jahre voller Musik und Konzerte aber etliche Versuche, ein zweites Album auf die Beine zu stellen, misslingen, bevor am 12.02.2010 das letzte Konzert von Empty Trash stattfindet. Es sind fast alle ehemaligen Band-Mitglieder dabei.

Juni 2010 unterschreibt Max einen Solo-Künstlervertrag bei Universal und begibt sich auf einen Songwriting-Trip. Er macht jetzt das, was ein Anfang-Zwanzig-Jähriger machen muss: Inspirationen und Erfahrung sammeln. England, Los Angeles, Atlanta, New York, Nashville und das berüchtigte „Rancho de la Luna“-Studio sind nur einige Stationen seiner Reise.

2012 singt Max in Irland zusammen mit größen wie Bob Geldoff und Bono (U2) beim Elctric Burma Concert.

Kaum zurück, nimmt Max sein Debut-Soloalbum „Sidewalk Conversation“ in Hamburg (Clouds Hill Studio) und Köln (Maarwegstudio) auf, doch der erhoffte Erfolg bleibt aus. Das Album erscheint im September 2012 mit wenig medialer Unterstützung und die geplante Tour wird abgesagt.

Eine düstere Zeit für Max.

Emotional und finanziell. Max entkommt der Obdachlosigkeit mehrmals nur, dank Unterstützung seiner Eltern und von Freunden. Einer davon, sein australischer Mitbewohner und Straßenmusiker Carl Tomich aka „The Neighkid Horse“, zerrt Max auf die Straße und damit zurück zur Musik.

Hier gewinnt Max wieder Selbstvertrauen, und Spielfreude… Er organisiert selbstständig seine erste monatelange Wohnzimmertour und verliebt sich in die Intimität dieser Konzerte und die Begegnungen, die eine solche Reise mit sich bringt.

Ein Gastspiel bei Stefan Stoppok, bestärkt ihn zusätzlich, auf Deutsch zu schreiben.

Seitdem findet man Max Buskohl auf vielen Straßen. In Theatern, in Clubs, in Stadien und Wohnzimmern, oft singend mit seiner Akustik-Guitarre.

Von September 2015 bis Juni 2016 moderiert Max eine Konzertreihe namens „Max + ?“ in Münster, mit Gästen, wie Pohlmann, Otto Waalkes, Daniel Wirtz oder Martin Semmelrogge.

Anfang 2016 gründet Max die Band „S Ö H N K E“.